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Neueste BlogeinträgeBlog

MeeGo auf dem N900

pbouda am 14. Okt 09:50

Jetzt wirds langsam ernst: diesen Monat soll ja noch MeeGo in Version 1.1 erscheinen, und dann auch gleich in einer ersten offiziellen Handset-UX-Version. Die wird erst einmal nur auf dem N900 laufen, und da berichtet Harri Hakulinen von großen Fortschritten. Interessant: es steht wohl doch die PR 1.3 Firmware für das N900 vor der Tür, die dann Dual-Boot zwischen Maemo und MeeGo bringen soll. Damit kann man dann seine Qt-Anwendungen unter beiden Betriebssystemen ausprobieren. Ich bin gespannt!

Tutorial zur App-Entwicklung mit dem Nokia Qt SDK

pbouda am 14. Sep 16:01

Ich habe heute einen neuen Wiki-Artikel online gestellt, der sich mit der App-Entwicklung mit dem Nokia Qt SDK beschäftigt. Das Tutorial ist in diesem Fall eine Art Fortsetzungsgeschichte, die auch auf meego.de veröffentlicht wird. Das Tutorial wird anhand einer Beispielanwendung zeigen, wie man eine Qt-App für Maemo und Symbian erstellt, die sich ohne großen Aufwand unter beiden Betriebssystemen nutzen lässt. Vielleicht kommt sogar noch MeeGo als Betriebssystem hinzu, mal sehen... Für Fragen und Anregungen stehe gern hier im Forum oder auch im meego.de-Forum zur Verfügung.

Ich habe außerdem hier mal versucht kurz zusammenzufassen, wie man denn nun als Einsteiger in die mobile Qt-Programmierung am Besten vorgeht. Das Wiki war bisher ja etwas durcheinander, dieser Artikel bietet hoffentlich einen guten Ansatzpunkt für Anfänger.

Apps auf mobileqt.de

pbouda am 03. Sep 13:59

Ab sofort gibt es auf mobileqt.de einen neuen Apps-Bereich. Da veröffentliche ich die von mir entwickelten Qt-Anwendungen, es gibt jeweils eine kurze Bechreibung, Screenshots und Download-Links. Außerdem findet ihr dort Links auf die Code-Repositories, falls vorhanden. Viel Spaß damit!

Nokia veröffentlicht fertiges Qt-SDK

pbouda am 23. Jun 10:22

Knapp zwei Wochen nach der Veröffentlichung des Release Canditate hat Nokia heute offiziell die fertige Version des Nokia Qt SDK zum Download bereit gestellt. Man kann nun per "Remote Compiler" auch Symbian Apps mit Linux und Mac kompilieren. Nicht schlecht, schon einmal.

Zwei weitere Ankündigungen haben mir sogar noch besser gefallen: es gibt ein öffentliches Beta-Programm für ein kostenfreies (!) und relativ unkompliziertes (nur zwei Wochen Wartezeit!!!) Singnieren von Symbian-Anwendungen. Außerdem nimmt der Ovi Store ab sofort Qt-Anwendungen entgegen, und zwar für das N900, das N97 mini und das X6. Per "Smart Installer" werden dabei je nach Bedarf noch die Qt-Bibliotheken auf das Gerät installiert. Weitere Geräte sollen bald folgen.

Qt 4.7 Beta ist erschienen

pbouda am 09. Mai 13:36

Ist zwar nun schon ein paar Tage her, aber ich komm erst jetzt dazu, das hier zu vermelden: Nokia hat die Beta der nächsten Qt-Version 4.7 veröffentlicht. Auch für Maemo gibt es schon Pakete, auf dem Gerät sollten sie aber nur mit der kommenden Firmware PR 1.2 verwendet werden. Sie ersetzen dann die bisherigen "-maemo5-"-Pakete aus dem extras-devel-Repository. Zur Zeit folgt ja eine Beta nach der anderen bei Nokia, wird Zeit, dass sich auch bei fertigen Releases mal was tut. Sei es Symbian 3 oder einfach nur endlich mal die nächste Firmware fürs N900. Bei heise gibt es auch noch einen Überblick über die wichtigsten Neuerungen in Qt 4.7.

Neues Tutorial: Ein Icon für den Programmmanager

pbouda am 02. Apr 11:37

Soeben ist ein neues Tutorial online, das euch zeigt, wie ihr eurem debian-Paket ein Icon für den Programmmanager hinzufügt. Diese Icons werden neben eurer Anwendung auf dem N900 angezeigt, wenn ihr die Anwendung in eines der offiziellen Repositories gestellt habt. Die komplette Vorgehensweise ist hier nachzulesen.

Qt 4.7 auf dem N900

pbouda am 17. Mär 20:04

Eine Woche nach der Vorschau auf Qt 4.7 beglücken uns die Qt Labs nun mit einer Version für das N900. Installationsanleitung findet ihr hier. Interessant: die Qt 4.7 Bibliotheken ersetzen die Version 4.6 in extras-devel, sobald die Firmware PR 1.2 raus ist. Wir warten ungeduldig.

Neues Tutorial: Wie man mit MADDE ein Qt-Projekt für Maemo erstellt

pbouda am 15. Mär 11:02

Nachdem das Tutorial zur Qt-Entwicklung ja nun schon eine Weile online ist folgt nun die MADDE-Variante zur mobilen Qt-Entwicklung. Das Tutorial zeigt euch schrittweise, wie ihr mit MADDE euer Projekt anlegt, durch eine Integration mit dem Qt Creator die Anwendung entwicklerfreundlich weiter entwickelt und abschließend ein Debian-Paket für die Installation erstellt. Qt-Anwendungen fürs N900 waren noch nie so einfach. :-)

OCR auf dem N900

pbouda am 08. Mär 12:14

Ich bin der Meinung, dass sich die Open Source-Strategie von Nokia langfristig auszahlen wird, Maemo (ab bald MeeGo) wird mindestens eines der großen Betriebssysten für mobile Plattformen werden. Die Vorteile werden immer dann offensichtlich, wenn man sich den schier unerschöpflichen Vorrat an Open Source-Bibliotheken und -Anwendungen vor Augen führt. Aus diesem Fundus werden jetzt sicher immer mehr auf das N900 portiert werden. Ein schönes Technologiedemo für OCR auf dem N900 hat Daniel Would veröffentlicht, basierend auf der freien OCR-Engine tesseract. Tesseract werde ich mir bei Gelegenheit mal näher anschauen: vielleicht lässt sich ja etwas Ähnliches wie Shoot&Translate bauen, daran hatte ich damals in meiner Angestelltenzeit fleißig mitgebastelt.

Microsoft Arc Keyboard am N810

pbouda am 06. Mär 12:08

Ich habe gerade mal spaßeshalber meine neue, kabellose Microsoft ARC Tastatur mit meinem Nokia N810 verbunden, und siehe da: ich kann die Tastatur einwandfrei verwenden, sogar Tasten wie "Alt" und "Strg" funktionieren. Voraussetzung dafür ist, das der USB host mode auf dem Gerät aktiviert ist. Leider wird's diesen auf dem N900 nie geben, weil der host mode wegen der verwendeten Hardware wohl prinzipiell technisch nicht möglich ist (UPDATE: evtl. doch). Schade. Die Arc Tastatur selbst kann ich hier nur loben: sie ist klein, zum Tippen aber hervorragend und zum Lieferumfang gehört eine kleine Schutztasche zum Transport. Der Empfänger kann einfach per Magnet an die Tastatur geklebt werden, und schon hat man mit dem N810 zusammen eine Art Notebook :-).

Hier aber das dazugehörige Video und Bild:



Tutorial: Wie man ein Qt-Projekt für Maemo erstellt (Teil 2)

pbouda am 05. Mär 17:05

Hier also nun der zweite Teil des Tutorials über das erstellen eines Qt-Projekts für Maemo. Für alle, die neu dabei sind: hier geht's zum ersten Teil. Dort werden die ersten vier Schritte beschrieben.

Im fünften Schritt bereiten wir das Projekt für die Debian-Paketierung vor. Dazu könnt ihr den Qt Creator wieder schließen. Der Debian-Paketierer braucht etwa zwei Hände voll Dateien, die das Paket beschreiben. Diese Datein müssen in dem im ersten Schritt erstellte "debian"-Ordner liegen. Um euch die Sache zu vereinfachen habe ich euch diese Dateien als Beispiel in ein Archiv gepackt:

Debian-Dateien für das mobileqt-Projekt

Die Dateien müsst ihr also aus dem Archiv in den "debian"-Ordner entpacken. Folgende Dateien müssen für jedes Projekt angepasst werden:

  • changelog: Hier könnt ihr zunächst einmal euren Projektnamen eintragen. Für spätere Versionen muss das changelog jeweils erweitert werden, und zwar über den Befehl "debchange". Genaueres dazu gibt es hier.
  • control: Hier muss zunächst Projektname und -beschreibung angepasst werden. In der Zeile "Maintainer:" sollte euer Name und E-Mail-Adresse stehen. Wichtig sind die Felder mit den Präfixen "XSBC-" bzw. "XB-". Um euer Paket später in das maemo-Repository zu bekommen (zur Installation über den Programmmanager), solltet ihr einen "XSBC-Bugtracker:" angeben. Die einfachste Möglichkeit ist eine Anmeldung eurer Anwendung bei "bugs.maemo.org", so wie es hier beschrieben ist. Anschliessend könnt ihr den Anwendungsnamen in die Beispiel-control-Datei in den "product="-Parameter eintragen. Die Felder "XB-Maemo-Icon-26:" und "XSBC-Maemo-Display-Name:" geben ein Icon und einen Namen für den Programmmanager auf dem N900 an. Wenn ihr diese Felder leer lasst, dann wird kein Icon verwendet und es erscheint der Name, wie er in der "Package:" Zeile steht. Das Icon muss die Größe 48x48 haben. Wie ihr den Icon-Code für die "control"-Datei erstellt, könnt ihr hier nachlesen. Wenn ihr kein Icon braucht dann könnt ihr das entsprechende Feld einfach aus "control" entfernen. Dieses Icon ist wie gesagt nur für den Programmmanager. Das Anwendungsicon für den Desktop haben wir im vierten Schritt abgehandelt.
  • copyright: Hier müsst hier halt euren Namen und die entsprechenden Copyright-Informationen eintragen.
  • files: In dieser Datei den Projektnamen ändern, bei späteren, neuen Versionen eurer Anwendung auch die Versionsnummer.
Das war es dann auch schon für die Vorbereitung der Paketierung. Eine genauere Beschreibung der einzelnen Dateien findet ihr beispielsweise hier.

Nun müsst ihr für den sechsten Schritt den gesamten Verzeichnisbaum in die virtuelle Maschine des SDKs kopieren. Also den VMWare Player anwerfen, warten bis das SDK gebootet wurde, dann das Projekt komplett in die Maschine kopieren; das sollte per Copy&Paste funktionieren, wenn ihr die "VMWare Tools" innerhalb der virtuellen Maschine installiert habt. Dort am Besten in den Pfad "/scratchbox/users/maemo/home/maemo", dann habt ihr aus Scratchbox gleich Zugriff darauf:



Anschließend startet ihr in der virtuellen Maschine ein Terminal. In diesem Terminal startet ihr Scratchbox mit dem Befehl "/scratchbox/login", in dieser Umgebung werden alle Maemo-Anwendungen kompiliert. Mit "sb-conf select FREMANTLE_ARMEL" wählt ihr innerhalb von Scratchbox das ARMEL-Target aus, so läuft die Anwendung dann später auf dem ARM-Prozessor des N900:

maemo@maemo-desktop:~$ /scratchbox/login 

Welcome to Scratchbox, the cross-compilation toolkit!

Use 'sb-menu' to change your compilation target.
See /scratchbox/doc/ for documentation.

[sbox-FREMANTLE_X86: ~] > sb-conf select FREMANTLE_ARMEL

Shell restarting...
[sbox-FREMANTLE_ARMEL: ~] >
Mit "cd mobileqt" ins Projektverzeichnis wechseln. Nun reicht ein einfaches "dpkg-buildpackage -rfakeroot" um das .deb-Paket zu erstellen:
[sbox-FREMANTLE_ARMEL: ~] > cd mobileqt/
[sbox-FREMANTLE_ARMEL: ~/mobileqt] > dpkg-buildpackage -rfakeroot  
dpkg-buildpackage: source package is mobileqt
dpkg-buildpackage: source version is 0.1-1
dpkg-buildpackage: source changed by Peter Bouda 
dpkg-buildpackage: host architecture armel
dpkg-buildpackage: source version without epoch 0.1-1
: Using Scratchbox tools to satisfy builddeps

... hier kommen viele Zeilen ...

dpkg-deb: ignoring 3 warnings about the control file(s)
 dpkg-genchanges
dpkg-genchanges: warning: unknown information field `Xb-Maemo-Icon-26' in input data in package's section of control info file
dpkg-genchanges: including full source code in upload
dpkg-buildpackage: full upload; Debian-native package (full source is included)
In dem Verzeichnis "über" dem Projektverzeichnis (im Beispiel: "/scratchbox/users/maemo/home/maemo") findet ihr jetzt u.a. eine Datei mit dem Namen "projektname_0.1-1_armel.deb". Glückwunsch: Dieses Paket kann sofort auf dem N900 installiert werden!

Im siebten Schritte installieren wir das Paket per "X Terminal" und dem "dpkg"-Kommandozeilentool auf das N900. Dazu muss der root-Zugang auf dem Gerät aktiviert sein, am einfachsten geht das per rootsh-Paket. Dann einfach die im sechsten Schritt erstellt .deb-Datei auf das Gerät kopieren (per USB, Bluetooth, SSH oder auf eine Speicherkarte). Ich kopiere die Datei meist per SSH nach "/home/user/MyDocs", dann findet man die Datei später auch einfach per Dateimanager (im Prinzip kann man das Paket auuh einfach per Klick im N900-Dateimanager installieren, für coole Hacker wie uns wäre das aber viel zu einfach). Auf dem Gerät das "X Terminal" starten und als erstes mit "sudo gainroot" zum Chef werden. Dann in das Verzeichnis wecheln, in dem die .deb-Datei liegt, und das Paket mit "dpkg -i projektname_0.1-1_armel.deb" installieren:

~ $ sudo gainroot
Root shell enabled

BusyBox v1.10.2 (Debian 3:1.10.2.legal-1osso26+0,5) built-in shell (ash)
Enter 'help' for a list of built-in commands.

/home/user # cd MyDocs
/home/user/MyDocs # dpkg -i mobileqt_0.1-1_armel.deb
(Reading database ... 25458 files and directories currently installed.)
Unpacking mobileqt (from mobileqt_0.1-1_armel.deb) ...
Setting up mobileqt (0.1-1) ...
/home/user/MyDocs #
Fertig! Jetzt könnt ihr die Anwendung über den Anwendungsbildschirm starten:





Wahnsinn: ein leeres Hauptfenster auf dem N900, selbst programmiert und installiert! Bald mehr dazu, wie ihr das Fenster nun mit Inhalten füllt. :-) Die Anwendung kann übrigens jederzeit per "dpkg -r projektname" im Terminal oder über den Programmmanager wieder vom Gerät entfernt werden.

Soweit also zum ersten Tutorial über die Qt-Entwicklung hier auf mobileqt.de. Ich hoffe die Schritte waren verständlich erklärt und ihr konntet alles bei euch zu Hause nachvollziehen. Falls nicht: als Alternative kommt demnächst wohl MADDE in Frage, womit sich die Einstiegshürde deutlich senken wird. Über jede Rückmeldung zu diesem Tutorial würde ich mich sehr freuen! Hier noch der komplette Download der Beispielanwendung:

Download der kompletten Beispielanwendung inklusive aller Dateien

Tutorial: Wie man ein Qt-Projekt für Maemo erstellt (Teil 1)

pbouda am 04. Mär 15:53

Hier mal kurz und knapp, wie ihr möglichst schnell zu einem Qt-Projekt kommt, das ihr als Debian-Paket auf dem N900 installieren könnt: definitiv das kompakteste Tutorial, das es zu diesem Thema gibt. Als Voraussetzung müsst ihr zunächst einmal den Qt Creator installieren, außerdem sollte ihr das offizielle Maemo-SDK als virtuelles Image installiert und startklar haben (ihr braucht die Desktop-Version des SDKs, also die Datei "Maemo_Ubuntu_Intrepid_Desktop_SDK_Virtual_Image_Final.7z"). Das SDK ist ein virtuelles Image, ihr startet das Entwicklungsbetriebssystem am Besten mit dem VMWare Player. Der Qt Creator-Download beinhaltet im Übrigen alle nötigen Bibliotheken, das Qt-SDK müsst ihr also nicht separat installieren.

Ich werde das Tutorial in zwei Teilen veröffentlichen, der erste Teil beschäftigt sich mit der Erstellung des Qt-Projekts, der zweite dann mit der Paketerstellung für das N900.

Als erstes erstellt ihr in eurem Projektordner drei Unterordner: "src" (für den ganzen Quellcode), "debian" (für die Debian-Daten) und "data" (für Icons usw.):



Als zweites legt ihr das Projekt mit dem Qt Creator an. Dieser wird also gestartet und dann über "Datei->Neu" ein neues Projekt angelegt. Im ersten Dialog wählt ihr als Projekttyp "Qt4-Gui-Anwendung":



Im zweiten Dialog gebt ihr den Projektnamen ein und wählt das oben erstellte "src"-Verzeichnis als "Erzeugen in:"-Pfad:



Die folgenden beiden Dialoge für die zu integrierenden Module und den Klassennamen für das Hauptfenster könnt ihr bei den vorgegebenen Einstellungen belassen. Am Schlusss auf "Abschließen" klicken, und Qt Creator erstellt euch alle nötigen Projektdateien. Blöderweise macht er das aber in einem "Projektname"-Unterordner in "src". Alle Dateien sollen aber direkt im Verzeichnis "src" liegen. Also schließt ihr den Qt Creator erst einmal wieder, und kopiert alle Dateien aus dem "Projektname"-Unterordner direkt nach "src". Der "Projektname"-Unterordner kann dann gelöscht werden. Bei dieser Gelegenheit nennt ihr die "Projektname.pro"-Datei um nach "src.pro". Nach diesem Schritt sollte euer Projektbaum so ausschauen:



Als dritten Schritt erstellt ihr in eurem Haupt-Projektordner (im Beispiel der Ordner "mobileqt") eine Datei mit dem Namen "projektname.pro" (klein geschrieben; im Beispiel "mobileqt.pro"). Diese Datei füllt ihr mit folgendem Inhalt, am Besten mit einem einfache Texteditor wie "gedit" o.ä.:

QMAKEVERSION = $$[QMAKE_VERSION]
ISQT4 = $$find(QMAKEVERSION, ^[2-9])
isEmpty( ISQT4 ) {
error("Use the qmake include with Qt4.4 or greater, on Debian that is qmake-qt4");
}

TEMPLATE = subdirs
SUBDIRS  = src

Diese Datei könnt ihr jetzt wieder mit dem Qt Creator öffnen, ein Doppelklick auf "projektname.pro" sollte das bewerkstelligen.

Im vierten Schritt sollte euer Qt Creator zunächst folgendermaßen ausschauen:



Mit dem Play-Button unten links könnt ihr das Projekt starten, es sollte ein leeres Hauptfenster erscheinen. Für den Anfang reicht uns das, wir werden das Fenster in anderen Tutorials mit Inhalt und Menü versehen. Um das Programm später auf dem N900 installieren zu können muss jetzt die "src.pro" angepasst werden. Mit einem beherzten Doppelklick auf den entsprechenden Eintrag unter "projektname->src->scr.pro" im Qt Creator öffnet ihr die Datei zum Editieren und fügt folgenden Code hinzu:

unix {
    #VARIABLES
    isEmpty(PREFIX) {
        PREFIX = /usr/local
    }

    BINDIR = $$PREFIX/bin
    DATADIR =$$PREFIX/share

    DEFINES += DATADIR=\"$$DATADIR\" PKGDATADIR=\"$$PKGDATADIR\"

    #MAKE INSTALL

    INSTALLS += target desktop scalable

    target.path =$$BINDIR

    desktop.path = $$DATADIR/applications/hildon
    desktop.files += ../data/$${TARGET}.desktop

    scalable.path = $$DATADIR/icons/hicolor/scalable/hildon
    scalable.files += ../data/scalable/$${TARGET}.png

}
Diese Anweisungen werden später, nach Erstellung des Debian-Pakets, das kompilierte Programm, eine Desktop-Datei und ein Icon auf das Gerät installieren. Dazu müsst ihr noch im "data"-Verzeichnis eine Datei "projektname.desktop" erstellen, die in etwa folgenden Inhalt haben sollte:
[Desktop Entry]
Encoding=UTF-8
Version=0.1
Type=Application
Name=mobileqt
Exec=mobileqt
Icon=mobileqt
X-HildonDesk-ShowInToolbar=true
X-Osso-Type=application/x-executable
Unter "data/scalable" legt ihr das Icon für die Anwendung als .png- oder .jpg-Datei ab, die Größe sollte 64x64 Pixel betragen. Am Ende dieses ersten Teils des Tutorials solltet ihr dann folgende Projektstruktur vor euch haben:



Dieses war der erste Teil des Tutorials. Im zweiten Teil werden wir die Anwendung für die Debian-Paketierung vorbereiten, das Ganze dann in Scratchbox (auf dem virtuellen Image) kompilieren und packen und anschließend auf das N900 installieren.

Hier geht's direkt zum zweiten Teil des Tutorials

Verbesserte Texteingabe auf dem N900

pbouda am 04. Mär 12:28

Da hat sich jemand die Mühe gemacht, und eine verbesserte Texteingabe für GTK+ auf mobilen Geräten entwickelt. Nach meiner Erfahrung ist die Textvorhersage auf dem N900 tatsächlich unbrauchbar, vor allem weil automatisch alle neuen Wörter gespeichert werden und irgendwann haufenweise Tippfehler vorgeschlagen werden. Auf dem kleinen Keyboard mache ich recht häufig Fehler, gerade wenn ich schnell schreiben will. Jedenfalls ein interessanter Ansatz, vielleicht eine Idee auch für Qt-Widgets.

Gesichtserkennung auf dem N900

pbouda am 04. Mär 12:19

BurgerFace ist ein kleines Technologiedemo zur Gesichtserkennung auf dem N900. Nett gemacht und die Gesichtserkennung funktioniert recht ordentlich. Schwierig ist die Steuerung damit trotzdem, zumindest für mich. Hier ist das Video dazu:

Vorläufiges zu MeeGo

pbouda am 03. Mär 12:54

MeeGo wird also nun das neue mobile Betriebssystem von Nokia und Intel heißen; nach dem oFono-Projekt jetzt also die zweite große Zusammenarbeit zwischen den beiden Firmen. Bei MeeGo handelt es sich um einen Zusammenschluss zwischen Maemo (dem Linux von Nokia) und Moblin (dem Intel-Linux) und, was für mich das Entscheidenste an der Sache ist, wird ein komplett Qt-basiertes UI haben, wie es ja auch schon für geplant war. Der größte Diskussionspukt unter Entwicklern war übrigens das zu verwendende Paketformat für MeeGo: hier gab es die (Intel-)RPM-Fraktion, die es mit einer skeptischen (Nokia-)-DEB-Gruppe zu tun hatte. Offensichtlich wird es aber wohl bei der offiziellen Vorgabe RPM bleiben. Genaueres zu MeeGo lassen sich in Nokia offizieller Software-Strategie sowie in einem hervorragenden Artikel von Zchydem nachlesen.

Für Qt-Entwickler gibt es ein interessantes Bild, das in den meisten Beiträgen auftauchte:

Qt wird also die zentrale Entwicklungsumgebung für MeeGo. Für die breite Masse der Entwickler sieht Nokia die "Web RunTime" (WRT) vor, die auf der Qt-Webkit-Implementierung basiert. Schon jetzt können ja Qt-Widgets in QWebKit per HTML dargestellt werden, hier bieten sich in der WRT in Zukunft interessante Anwendungsmöglichkeiten (Notiz an selbst: Zeit also für einen baldigen Artikel zu QWebKit...). Rechen- und Hardwareintensive wie Spiele, Fotoapplikationen etc. sollen nativ in Qt bzw. "hybrid" entwickelt werden.

Was bedeutet das nun für den Technologiebegeisterten Qt-Entwickler? Nun, aus meiner Sicht würde ich mir ein paar der zukünftige Kerntechnologien näher anschauen:

  • QML gehört mit Sicherheit dazu, evtl. sogar als Haupt-UI-Sprache für die WRT und Qt
  • aufbauend darauf kommt mit Qt Quick eine Komplettlösung für Qt 4.7 und den Qt Creator
  • QWebKit wird in Zukunft noch einer wichtigere Rolle spielen
  • Qt Mobility und die Ovi Services werden vermutlich integriert werden
  • Dabei wiederum werden GPS-Daten und Karten die Hauptrolle für zukünftige Dienste und UIs sein, wenn ich dieses Interview richtig deute; vielleicht wars aber nur eine Ausrede für den ja so sehr kritisierten Kauf von Navteq
Jedenfalls würde ich das mal als spannende Aussichten für jeden Qt-Entwickler bezeichnen!