Unterstützt mobileqt.de per Flattr
pbouda am 25. Jun 11:01
Fahrende Züge soll man ja nicht aufhalten, da soll man lieber aufspringen. Deswegen gibt es jetzt hier rechts einen Flattr-Button, per Klick könnt ihr mobileqt.de mit dem ein oder anderen Cent unterstützen. Die Idee von Flattr ist so simpel wie bestechend: Man legt einen monatlichen Betrag fest, den man auf sein Flattr-Konto legt. Mit jedem Klick auf einen Flattr-Button verteilt ihr den monatlichen Betrag auf Inhalte im Netz, die euch gefallen. Wenn ihr also 2 Euro im Monat geben wollt, und dann 10 mal irgendwo den Button klickt, bekommt jede Seite etwa 20 Cent. Nicht ganz, den 10 Prozent von allem bleiben bei den Betreibern von Flattr. Gute Sache, und mittlerweile auf vielen Seiten zu finden: hier jetzt eben auch.
Nokia veröffentlicht fertiges Qt-SDK
pbouda am 23. Jun 10:22
Knapp zwei Wochen nach der Veröffentlichung des Release Canditate hat Nokia heute offiziell die fertige Version des Nokia Qt SDK zum Download bereit gestellt. Man kann nun per "Remote Compiler" auch Symbian Apps mit Linux und Mac kompilieren. Nicht schlecht, schon einmal.
Zwei weitere Ankündigungen haben mir sogar noch besser gefallen: es gibt ein öffentliches Beta-Programm für ein kostenfreies (!) und relativ unkompliziertes (nur zwei Wochen Wartezeit!!!) Singnieren von Symbian-Anwendungen. Außerdem nimmt der Ovi Store ab sofort Qt-Anwendungen entgegen, und zwar für das N900, das N97 mini und das X6. Per "Smart Installer" werden dabei je nach Bedarf noch die Qt-Bibliotheken auf das Gerät installiert. Weitere Geräte sollen bald folgen.
MicroB machts in 3D
pbouda am 20. Jun 11:17
Ich muss sagen, dass mich Nokia nach langer Zeit mal wieder beeindruckt hat, und dass ausgerechnet auf der technischen Seite. Bisher dachte ich, dass die neue Firmware für das N900 vor allem kleine Verbesserungen, Bugfixes und natürlich Qt 4.6 bringt. Aber weit gefehlt: ich wollte mich mal ein bisschen mit WebGL auseinandersetzen, und der einzige Browser, der das von Hause aus unterstützt ist tatsächlich: MicroB auf dem N900, der Standardbrowser des Geräts. Gil Thomas hat eine Reihe von Demos gelistet, die ihr euch auf dem N900 anschauen könnt. Auf der Seite wird auch erwähnt (und das war die nächste Überraschung), dass MicroB das MozOrientation-Event untersützt, für den Beschleunigungssensor. Ich konnte es nicht lassen, und habe eines der Demos von Gil abgewandelt, um die WebGL-Szene per Sensor zu steuern. Ein Video habe ich für euch davon gemacht, damit ihr auch beeindruckt sein könnt:
Und wer das Ganze live samt Code sehen will: http://www.peterbouda.de/webgl.Mittlerweile würde ich es sogar unterschreiben, dass MicroB der beste mobile Browser ist. Nicht der Schnellste, aber dank Flash und WebGL definitiv der technisch Fortgeschrittenste.
Qt SDK 1.0 Release Candidate ist draußen
pbouda am 11. Jun 12:04
Vorgestern wurde nun der erste und letzte (?) Release Candidate des Qt SDK 1.0 veröffentlicht, ein großer Schritt hin zum fertigen Entwicklungskit. Das SDK wird die Qt-Version 4.6.3 enthalten, und damit kein Qt Quick und den ganzen dekarativen Kram, der erst mit Qt 4.7 kommen soll. Dazu gab es, auch vorgestern, ein Update der Roadmap zur Veröffentlichung des Qt Creators 2.0 und 2.1 sowie Qt 4.7. Das SDK 1.0 wird demnach außerdem den Qt Creator 2.0 enthalten, der ab sofort auch als Release Candidate verfügbar ist. Soweit ich das überblicke, ist, außer Bugfixes und Verbesserungen der Oberfläche, die Hauptneuigkeit, dass man mit dem Qt Creator 2.0 auf dem Nokia N8 debuggen kann. Bzw. debuggen können wird, sobald das Gerät verfügbar ist.
Vorteil Kommandozeile
pbouda am 04. Jun 12:19
Das N900 wird ja allgemein (noch?) nicht so sehr als der iPhone- oder Android-Konkurrent wahrgenommen. Als halbwegs interessierter Linux-Anwender oder gar -Entwickler ist aber schnell festzustellen, wo ein offenes Betriebssystem einen Vorteil hat: es gibt die Kommandozeile, also eine Shell :-). Zwei schöne Beispiel wurden dazu in den letzten Wochen veröffentlicht, also zeigt die folgenden Sachen mal euren Kumpels mit den Apfel-Handys. Sie werden zwar nicht kapieren worum es geht, aber Hauptsache ihr selbst wisst den Vorteil auf eurer Seite.
Beim ersten Beispiel handelt es sich um eine kleines Shell-Skript zum Energiesparen. Dazu schaltet es einfach die Internetverbindung aus, setzt das Netz auf 2G und schaltet den automatischen E-Mail-Abruf aus. Genauso schnell lässts sich alles auch wieder aktiveren, drei bzw. vier Zeilen Code reichen aus. Und weil es so elegant ist, hier das ganze Skript:
#!/bin/sh # Simple shell script created in order to preserve battery power in your N900 # Actions taken: # 1. Sets internet connection mode 'Always ask' /(available under Settings -> Internet connections -> Connect automatically). # 2. Disconnects current internet connection. # 3. Switches cellular radio into 2G-only mode. # 4. Disables automatic email send&receive in Modest email client. # Created by Dawid Lorenz aka evad, http://adl.pl if [ "$1" == "off" ] then echo "Restoring power suckers..." gconftool-2 --set --type list --list-type string /system/osso/connectivity/network_type/auto_connect [*] gconftool-2 --set --type bool /apps/modest/auto_update true run-standalone.sh dbus-send --system --type=method_call --dest=com.nokia.phone.net /com/nokia/phone/net Phone.Net.set_selected_radio_access_technology byte:0 else echo "Going into power saving mode..." gconftool-2 --set --type list --list-type string /system/osso/connectivity/network_type/auto_connect [] gconftool-2 --set --type bool /apps/modest/auto_update false run-standalone.sh dbus-send --system --dest=com.nokia.icd /com/nokia/icd_ui com.nokia.icd_ui.disconnect boolean:true run-standalone.sh dbus-send --system --type=method_call --dest=com.nokia.phone.net /com/nokia/phone/net Phone.Net.set_selected_radio_access_technology byte:1 fi
Einfach als "power-saver.sh" auf dem N900 ablegen, und dann per "power-saver.sh" den Energiesparmodus aktivieren bzw. per "power-saver.sh off" wieder deaktivieren.
Das zweite Beispiel ist wohl etwas allgemeinverständlicher: Videos per HTTP oder SSH vom N900 auf den Desktop streamen. Benutzt werden nur auf dem Gerät vorinstallierte Programme. Dekodiert wird dabei alles auf dem Desktop, so dass bei ausreichend potenter Netzverbindung sogar HD-Videos gestreamt werden können. Da lacht das Linux-Anwender-Herz und der Apfelfan schaut in die Röhre, wenigstens kurzzeitig.


